Verzögert Citalopram die Alzheimer-Krankheit?

Menschen mit depressiven Erkrankungen und leichten kognitiven Beeinträchtigungen (LKB) haben ein erhöhtes Risiko, eine Demenz vom Typ Alzheimer zu entwickeln. Laut einer Studie aus dem Jahr 2018 kann das Antidepressivum Citalopram den Übergang von einer LKB zur Demenz verzögern. Der Wirkstoff scheint im Gehirn die Bildung jener Ablagerungen zu hemmen, die als einer der Gründe für die Erkrankung gelten.

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Hilft Rivastigmin gegen Demenz?

Alzheimer ist der häufigste Auslöser für Demenz bei älteren Menschen. Anfangs macht sich die Krankheit durch nachlassendes Gedächtnis bemerkbar. Im späteren Verlauf sind die Betroffenen immer weniger in der Lage, den Alltag zu bewältigen. Medikamente gibt es nicht viele, und sie können die Krankheit nur verzögern, aber nicht heilen. Oft setzt man heute auf AChE-Hemmer wie Donepezil, Galantamin oder Rivastigmin gegen Demenz. 

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Verursacht Aricept Muskelabbau?

Donepezil, in Deutschland vor allem unter dem Namen Aricept bekannt, ist ein häufig genutzter Wirkstoff zur Behandlung der Symptome von Demenz und Alzheimer. In einer Studie finden sich nun Hinweise darauf, dass Aricept Muskelabbau bewirken kann. Eine Erkrankung namens Rhabdomyolyse, die zum Zerfall von Muskelfasern führt,  ist bei Anwendern des Medikaments häufiger als bei anderen Menschen. Die Abbauprodukte schaden den Nieren. Trotz des erhöhten Risikos ist dieser Fall aber weiterhin sehr selten. „Verursacht Aricept Muskelabbau?“ weiterlesen

Piracetam bei Alzheimer-Demenz

Piracetam, von der belgischen Firma UCB im Jahr 1964 entwickelt, ist seit Mitte der 1970er Jahre im europäischen Raum als Arzneimittel zugelassen. Es soll den Stoffwechsel im Gehirn verbessern und so gegen Demenz wirken. Es gibt allerdings nur wenige und methodisch schlechte Studien, die seinen Nutzen untermauern. Die im Jahr 2016 aktualisierte Behandlungsleitlinie stuft Piracetam bei Alzheimer-Demenz als „wenig geeignet“ ein.

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Donepezil: Frankreich stoppt Kostenerstattung

Millionen von Demenz-Patienten nehmen Medikamente wie Donepezil oder Memantin, die das Fortschreiten der Erkrankung bremsen sollen. Die Gesundheitsbehörden in Frankreich glauben das nicht mehr. Sie haben 2018 die Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen gestoppt. Die Medikamente wurden allerdings nicht verboten. Man kann in der Apotheke zwar weiterhin Donepezil kaufen, muss es nun aber aus eigener Tasche bezahlen.

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Raucherentwöhnung mit Alzheimer-Medikamenten

Raucherentwöhnung mit Alzheimer-Medikamenten ist ein neuer Ansatz, um Menschen von der Sucht nach Nikotin zu befreien.  Das Rauchen ist ein Laster, das nur schwer abzulegen ist. Die Methoden zur Entwöhnung sind vielfältig: von Hypnose und Akupunktur über  Kaugummis und Pflaster bis hin zu rezeptpflichtigen Substanzen mit zum Teil schweren Nebenwirkungen. Das Problem dabei: die Wirkung ist oft nur von kurzer Dauer oder nicht durch Studien belegt. Die Zahl der Rückfälle ist hoch. „Raucherentwöhnung mit Alzheimer-Medikamenten“ weiterlesen

Gehirndoping mit Demenzmitteln trotz Risiken immer beliebter

Gehirndoping mit Demenzmitteln ist ein Trend, der in den letzten Jahren auch in Europa immer mehr Anhänger gewinnt. Menschen, die in mental anstrengenden Berufen arbeiten, greifen oft zu Substanzen, die ihnen helfen, die Konzentration, das Gedächtnis oder die Kreativität zu verbessern. 2009 stellte eine Studie DAK fest, dass dabei vor allem jene Wirkstoffe zum Einsatz kommen, die für die Behandlung der Demenz vorgesehen sind. Bedenklich ist, dass die meisten dieser Arzneien noch nie hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Gesunde getestet wurden. „Gehirndoping mit Demenzmitteln trotz Risiken immer beliebter“ weiterlesen